World’s End Rum: vier Blends vom Ende der Welt
In Sagres an der portugiesischen Südwestspitze endete für die Menschen des Mittelalters die bekannte Welt. Dahinter kam nur noch Wasser, und was danach lag, wusste niemand. Genau dort setzt World’s End Rum an – benannt nach diesem Ort und nach dem Entdecker Nathaniel Winter.
Was in den Flaschen steckt, kommt allerdings von der anderen Seite des Atlantiks: karibische Rums aus Barbados, Trinidad, Tobago und Jamaika, zu vier klar unterschiedenen Blends zusammengesetzt. Kein Haus, das eine einzige Destillerie vermarktet, sondern eines, das Herkünfte mischt und daraus vier eigenständige Charaktere baut.
Dark Spiced – der Zugängliche

Der Dark Spiced mischt Rum aus Barbados und Trinidad und kommt auf 40 Prozent. Im Glas stehen Mango und Banane neben Zimt und Vanille, dahinter dunkle Schokolade und Kaffee.
Das ist der Einstieg der Reihe: rund genug für pur mit Eis, kräftig genug, um sich in Cola oder Ginger Beer zu behaupten. Wer Spiced Rum bisher für süßen Vanillelikör gehalten hat, findet hier den Gegenbeweis.
Tiki Spiced – der mit den Estern

Der Tiki Spiced nimmt Rum aus Tobago, Trinidad und Jamaika und setzt auf einen hohen Esteranteil – jene Verbindungen, die jamaikanischem Rum seine überreife, fast lösemittelartige Fruchtnote geben. Dazu Zimt und Piment.
Für Tiki-Cocktails ist genau das gefragt: ein Rum, der sich gegen Limette, Sirup und Fruchtsaft durchsetzt, statt darin zu verschwinden. Pur ist er eine Ansage, im Mai Tai ein Gewinn.
Navy 57 – die Marinestärke

Der Navy 57 mischt Trinidad und Jamaika und kommt auf 57 Prozent. Diese Zahl ist kein Zufall: Sie geht auf die britische Marine zurück, wo Rum diese Stärke haben musste, damit sich mit Schießpulver benetztes Pulver noch entzünden ließ – der Beweis, dass der Rum nicht gestreckt war.
Heute ist Navy Strength vor allem eine Frage der Dichte: Der Rum trägt weiter, hält mehr aus und bringt in Cocktails Tiefe statt nur Alkohol. Pur braucht er Wasser oder Geduld.
Falernum – kein Rum, sondern das Bindeglied

Das Falernum fällt aus der Reihe, und das mit Absicht. Es ist ein süßer Likör mit 35 Prozent, der nach Mandel, Ingwer, Nelke und Limette schmeckt – auf Barbados seit Jahrhunderten die Zutat, die einem Rumdrink Rundung gibt.
Wer Cocktails mixt, kennt das Problem: Ein Drink schmeckt gut, aber irgendetwas fehlt zwischen Rum und Limette. Falernum füllt genau diese Lücke. Im Corn ’n’ Oil oder im Zombie ist es unverzichtbar, und ein Teelöffel davon rettet auch einen mittelmäßigen Daiquiri.
Was die Reihe zusammenhält
Vier Flaschen, vier klare Aufgaben: einer für den Alltag, einer für Tiki, einer für Kraft, einer zum Abrunden. Das ist ungewöhnlich klar aufgeteilt – die meisten Häuser bringen drei Variationen desselben Rums heraus.
Für eine Hausbar ist das praktisch, weil sich die vier ergänzen statt zu überschneiden. Für die Gastronomie ist vor allem das Falernum interessant, weil es sonst schwer zu bekommen ist.
Passend aus unserem Sortiment
- World’s End Dark Spiced – Barbados und Trinidad, 40 Prozent
- World’s End Tiki Spiced – mit hohem Esteranteil
- World’s End Navy 57 – Marinestärke mit 57 Prozent
- World’s End Falernum – Mandel, Ingwer, Nelke, Limette
- Alle World’s End Artikel
Häufige Fragen
Woher kommt World’s End Rum?
Die Rums stammen aus der Karibik – je nach Blend aus Barbados, Trinidad, Tobago und Jamaika. Der Name bezieht sich auf Sagres in Portugal, das im Mittelalter als Ende der bekannten Welt galt.
Was ist der Unterschied zwischen Dark Spiced und Tiki Spiced?
Der Dark Spiced aus Barbados und Trinidad ist runder und zugänglicher, mit Mango, Banane, Zimt und Vanille. Der Tiki Spiced setzt auf einen hohen Esteranteil aus jamaikanischem Rum und ist dadurch fruchtiger und markanter.
Warum hat der Navy 57 genau 57 Prozent?
Die Zahl geht auf die britische Marine zurück: Bei dieser Stärke ließ sich mit Rum benetztes Schießpulver noch entzünden – der Beweis, dass der Rum nicht mit Wasser gestreckt war.
Was ist Falernum und wofür braucht man es?
Ein süßer Likör mit 35 Prozent, der nach Mandel, Ingwer, Nelke und Limette schmeckt. In karibischen Cocktails schließt er die Lücke zwischen Rum und Säure – unverzichtbar im Corn ’n’ Oil oder im Zombie.
Welcher World’s End Rum eignet sich für den Einstieg?
Der Dark Spiced. Er ist rund genug für pur mit Eis und kräftig genug für Longdrinks mit Cola oder Ginger Beer.



