Alkoholfrei genießen und wie ein Profi mixen: Sirupe, Fruchtpürees und Cordials von Polot 1882, Tonics von Favola, alkoholfreier Gin und Aperitivo.
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Alkoholfrei heißt längst nicht mehr Saft oder Limonade. Entalkoholisierte Weine, destillierte Kräuterauszüge und alkoholfreie Biere sind eigenständige Erzeugnisse mit eigener Herstellung.
In Österreich und Deutschland darf ein Getränk als alkoholfrei bezeichnet werden, wenn es höchstens 0,5 Prozent Alkohol enthält.
Wirklich bei 0,0 Prozent liegen nur Erzeugnisse, die entsprechend gekennzeichnet sind. Zum Vergleich: Auch reifes Obst, Kefir und Sauerteigbrot enthalten von Natur aus geringe Mengen Alkohol.
Das schonendste Verfahren zur Entalkoholisierung. Im Unterdruck siedet Alkohol bereits bei etwa 30 Grad statt bei 78 Grad.
Dadurch bleiben hitzeempfindliche Aromastoffe weitgehend erhalten. Die zuvor abgetrennten Aromen werden nach dem Vorgang wieder zugegeben. Dieses Verfahren liefert die besten Ergebnisse – und ist das aufwendigste.
Hier wird der Wein unter Druck durch eine feine Membran gepresst, die Alkohol und Wasser durchlässt, größere Aromamoleküle aber zurückhält.
Aus dem Permeat wird der Alkohol entfernt, das Wasser kommt zurück. Das Verfahren arbeitet ganz ohne Wärme und erhält Struktur und Textur gut – dafür ist es technisch aufwendig.
Zwei Wege führen zum Ziel. Bei der gestoppten Gärung wird die Hefe früh gebremst, bevor viel Alkohol entsteht – das Bier bleibt malzsüß und würzig.
Beim Entzug wird ein fertiges Bier entalkoholisiert; es schmeckt näher am Original, verliert aber etwas Körper. Manche Brauereien setzen zudem auf Hefen, die schlicht keinen Alkohol bilden.
Sie sind keine entalkoholisierten Spirituosen, sondern eigene Erzeugnisse: Kräuter, Wurzeln, Gewürze und Zitrusschalen werden mazeriert und destilliert, das Destillat mit Wasser verschnitten.
Weil der Alkohol als Geschmacksträger und als Rückgrat fehlt, arbeiten die Hersteller mit Bitterstoffen, Schärfe und Gerbstoffen. Genau das macht sie in Drinks brauchbar, wo Saft allein zu flach wirkt.
Alkohol trägt Aromen, erzeugt Volumen am Gaumen und ein leichtes Wärmegefühl. Fällt er weg, wirkt ein Getränk zunächst dünn und kurz.
Gute alkoholfreie Erzeugnisse gleichen das aus: mit Säure, mit Gerbstoffen, mit einer Spur Süße oder mit mehr Textur. Deshalb schmecken sie selten wie das Original – sondern als eigenständige Variante am besten.
Am schwierigsten ist Rotwein: Tannin und Alkohol hängen eng zusammen, ohne Alkohol wirken die Gerbstoffe rau.
Deutlich besser gelingen Weißweine und Schaumweine, weil Säure und Kohlensäure den fehlenden Körper auffangen. Bei Schaumwein wird die Kohlensäure nach der Entalkoholisierung wieder zugesetzt.
Ein guter alkoholfreier Drink braucht dieselbe Struktur wie ein Cocktail: eine Basis mit Charakter, Säure, etwas Süße und einen bitteren oder würzigen Gegenpol.
Frischer Zitrussaft statt Konzentrat, hausgemachter Sirup statt Fertigware, ausreichend Eis und ein großes Glas. Kalt und verdünnt gehört dazu – ein Cocktail besteht zu einem Viertel aus Schmelzwasser.
Bitterkeit ist der wichtigste Baustein, weil sie Länge und Ernsthaftigkeit gibt. Tonic Water mit Chinin, Bitter Lemon, Grapefruit und starker Tee liefern sie.
Auch Kräuter wie Enzian, Wermut, Rhabarberwurzel und Angelika tauchen in alkoholfreien Aperitifs auf – dieselben Zutaten wie in ihren alkoholischen Vorbildern.
Alkoholfrei bedeutet nicht automatisch kalorienarm. Wo Alkohol fehlt, wird der Körper häufig über Zucker ersetzt.
Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich daher: Manche alkoholfreien Weine und Aperitifs liegen beim Zuckergehalt nahe an einer Limonade, andere deutlich darunter.
Kälte und Glaswahl wiegen hier schwerer als bei alkoholischen Getränken, weil weniger Aromatik zur Verfügung steht.
Alkoholfreier Schaumwein bei sechs bis acht Grad, Weißwein bei acht bis zehn, Aperitifs über viel Eis im großen Glas. Eine Zeste oder ein Kräuterzweig ersetzt einen Teil dessen, was ohne Alkohol fehlt.
Alkohol konserviert – ohne ihn sind diese Erzeugnisse deutlich empfindlicher. Geöffnete Flaschen gehören in den Kühlschrank.
Alkoholfreier Wein hält geöffnet zwei bis drei Tage, alkoholfreie Spirituosen und Aperitifs je nach Rezeptur einige Wochen. Viele sind pasteurisiert oder leicht konserviert; ungeöffnet sind sie dann monatelang stabil.
Alkoholfrei genießen und wie ein Profi mixen: Sirupe, Fruchtpürees und Cordials von Polot 1882, Tonics von Favola, alkoholfreier Gin und Aperitivo.
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Alkoholfrei heißt längst nicht mehr Saft oder Limonade. Entalkoholisierte Weine, destillierte Kräuterauszüge und alkoholfreie Biere sind eigenständige Erzeugnisse mit eigener Herstellung.
In Österreich und Deutschland darf ein Getränk als alkoholfrei bezeichnet werden, wenn es höchstens 0,5 Prozent Alkohol enthält.
Wirklich bei 0,0 Prozent liegen nur Erzeugnisse, die entsprechend gekennzeichnet sind. Zum Vergleich: Auch reifes Obst, Kefir und Sauerteigbrot enthalten von Natur aus geringe Mengen Alkohol.
Das schonendste Verfahren zur Entalkoholisierung. Im Unterdruck siedet Alkohol bereits bei etwa 30 Grad statt bei 78 Grad.
Dadurch bleiben hitzeempfindliche Aromastoffe weitgehend erhalten. Die zuvor abgetrennten Aromen werden nach dem Vorgang wieder zugegeben. Dieses Verfahren liefert die besten Ergebnisse – und ist das aufwendigste.
Hier wird der Wein unter Druck durch eine feine Membran gepresst, die Alkohol und Wasser durchlässt, größere Aromamoleküle aber zurückhält.
Aus dem Permeat wird der Alkohol entfernt, das Wasser kommt zurück. Das Verfahren arbeitet ganz ohne Wärme und erhält Struktur und Textur gut – dafür ist es technisch aufwendig.
Zwei Wege führen zum Ziel. Bei der gestoppten Gärung wird die Hefe früh gebremst, bevor viel Alkohol entsteht – das Bier bleibt malzsüß und würzig.
Beim Entzug wird ein fertiges Bier entalkoholisiert; es schmeckt näher am Original, verliert aber etwas Körper. Manche Brauereien setzen zudem auf Hefen, die schlicht keinen Alkohol bilden.
Sie sind keine entalkoholisierten Spirituosen, sondern eigene Erzeugnisse: Kräuter, Wurzeln, Gewürze und Zitrusschalen werden mazeriert und destilliert, das Destillat mit Wasser verschnitten.
Weil der Alkohol als Geschmacksträger und als Rückgrat fehlt, arbeiten die Hersteller mit Bitterstoffen, Schärfe und Gerbstoffen. Genau das macht sie in Drinks brauchbar, wo Saft allein zu flach wirkt.
Alkohol trägt Aromen, erzeugt Volumen am Gaumen und ein leichtes Wärmegefühl. Fällt er weg, wirkt ein Getränk zunächst dünn und kurz.
Gute alkoholfreie Erzeugnisse gleichen das aus: mit Säure, mit Gerbstoffen, mit einer Spur Süße oder mit mehr Textur. Deshalb schmecken sie selten wie das Original – sondern als eigenständige Variante am besten.
Am schwierigsten ist Rotwein: Tannin und Alkohol hängen eng zusammen, ohne Alkohol wirken die Gerbstoffe rau.
Deutlich besser gelingen Weißweine und Schaumweine, weil Säure und Kohlensäure den fehlenden Körper auffangen. Bei Schaumwein wird die Kohlensäure nach der Entalkoholisierung wieder zugesetzt.
Ein guter alkoholfreier Drink braucht dieselbe Struktur wie ein Cocktail: eine Basis mit Charakter, Säure, etwas Süße und einen bitteren oder würzigen Gegenpol.
Frischer Zitrussaft statt Konzentrat, hausgemachter Sirup statt Fertigware, ausreichend Eis und ein großes Glas. Kalt und verdünnt gehört dazu – ein Cocktail besteht zu einem Viertel aus Schmelzwasser.
Bitterkeit ist der wichtigste Baustein, weil sie Länge und Ernsthaftigkeit gibt. Tonic Water mit Chinin, Bitter Lemon, Grapefruit und starker Tee liefern sie.
Auch Kräuter wie Enzian, Wermut, Rhabarberwurzel und Angelika tauchen in alkoholfreien Aperitifs auf – dieselben Zutaten wie in ihren alkoholischen Vorbildern.
Alkoholfrei bedeutet nicht automatisch kalorienarm. Wo Alkohol fehlt, wird der Körper häufig über Zucker ersetzt.
Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich daher: Manche alkoholfreien Weine und Aperitifs liegen beim Zuckergehalt nahe an einer Limonade, andere deutlich darunter.
Kälte und Glaswahl wiegen hier schwerer als bei alkoholischen Getränken, weil weniger Aromatik zur Verfügung steht.
Alkoholfreier Schaumwein bei sechs bis acht Grad, Weißwein bei acht bis zehn, Aperitifs über viel Eis im großen Glas. Eine Zeste oder ein Kräuterzweig ersetzt einen Teil dessen, was ohne Alkohol fehlt.
Alkohol konserviert – ohne ihn sind diese Erzeugnisse deutlich empfindlicher. Geöffnete Flaschen gehören in den Kühlschrank.
Alkoholfreier Wein hält geöffnet zwei bis drei Tage, alkoholfreie Spirituosen und Aperitifs je nach Rezeptur einige Wochen. Viele sind pasteurisiert oder leicht konserviert; ungeöffnet sind sie dann monatelang stabil.
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