Samai: Rum aus Kambodscha, gemacht von Venezolanern
Rum aus Kambodscha klingt nach einem Missverständnis. Das Land hat keine Rumtradition, keine koloniale Brennereigeschichte, keinen Namen in der Szene. Und genau deshalb ist Samai eine der interessanteren Brennereien, die derzeit im Regal stehen.
Gegründet wurde sie in Phnom Penh von Venezolanern – aus einem Land also, das Rum kann. Sie haben ihre Handwerkstradition mitgebracht und auf kambodschanische Rohstoffe angewendet. Der gesamte Prozess bleibt im Haus, von der Melasse bis zur Flasche.
Kampot-Pfeffer – die Flasche, die es sonst nirgends gibt

Kampot-Pfeffer ist Kambodschas berühmtestes Agrarprodukt und trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung – vergleichbar mit Champagner oder Parmaschinken. Köche zahlen dafür ein Vielfaches des Marktpreises, weil er blumiger und weniger scharf ist als gewöhnlicher Pfeffer.
Der Kampot Pepper Rum nimmt roten Kampot-Pfeffer und legt ihn auf gereiften Rum. Herausgekommen ist etwas, das man nicht einordnen kann, solange man es nicht probiert hat: würzig, leicht scharf im Abgang, aber getragen von der Süße des Rums.
In Cocktails ist er eine Wucht – ein Old Fashioned damit schmeckt nach etwas anderem als nach einem Old Fashioned. Pur braucht er Aufmerksamkeit.
Der Gold Rum mit Bio-Honig

Der Aged Gold Rum ist der zugänglichere der beiden. Er reift in Fässern und wird mit Bio-Honig abgerundet – nicht als Süßungsmittel, sondern als Aromaträger, der die Ecken nimmt.
Mit 41 Prozent liegt er auf angenehmem Niveau: genug Substanz für pur, genug Kraft für einen Daiquiri. Wer wissen will, wie ein handwerklicher Rum aus Südostasien schmeckt, fängt hier an.
Warum das mehr ist als Exotik
Neue Rumregionen entstehen selten. Die Karibik, Mittelamerika, ein paar Inseln im Indischen Ozean – das war jahrzehntelang die Landkarte. Dass in Südostasien Brennereien aufmachen, die nicht auf Masse zielen, sondern auf lokale Zutaten und eigene Handschrift, ist die interessanteste Entwicklung der letzten Jahre.
Samai steht dafür beispielhaft: kein nachgemachter Karibik-Rum, sondern einer, der schmeckt, wo er herkommt.
Passend aus unserem Sortiment
- Samai Kampot Pepper Rum – mit rotem Kampot-Pfeffer
- Samai Aged Gold Rum – fassgereift, mit Bio-Honig
- Alle Samai-Artikel
Häufige Fragen
Woher kommt Samai Rum?
Aus Phnom Penh in Kambodscha. Die Brennerei wurde von Venezolanern gegründet, die ihre Handwerkstradition auf kambodschanische Rohstoffe anwenden. Basis ist kambodschanische Melasse.
Was ist Kampot-Pfeffer?
Kambodschas berühmtestes Agrarprodukt, mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Er gilt als blumiger und weniger scharf als gewöhnlicher Pfeffer und wird in der Spitzengastronomie hoch gehandelt.
Wie schmeckt der Kampot Pepper Rum?
Würzig, mit leichter Schärfe im Abgang, getragen von der Süße des gereiften Rums. In Cocktails verändert er den Charakter des Drinks deutlich – ein Old Fashioned damit schmeckt nach etwas Eigenem.
Welcher Samai eignet sich für den Einstieg?
Der Aged Gold Rum. Er reift im Fass, wird mit Bio-Honig abgerundet und liegt mit 41 Prozent auf angenehmem Niveau – gut pur wie im Daiquiri.
Gibt es überhaupt eine Rumtradition in Kambodscha?
Nein, und genau das macht Samai interessant. Es gibt keine koloniale Brennereigeschichte – die Brennerei baut ihre Handschrift auf lokalen Zutaten wie Melasse, Kampot-Pfeffer und Bio-Honig auf.



