In unserem Grappa-Sortiment findest du eine erlesene Auswahl an Grappa von renommierten italienischen Destillerien, darunter EVO und Negroni – um nur einige zu nennen. Viel Freude beim Entdecken und Genießen!
Alle 12 Ergebnisse werden angezeigt
Grappa entsteht nicht aus Wein, sondern aus dem, was nach dem Keltern übrig bleibt. Aus einem Nebenprodukt der Weinbereitung ist über Jahrhunderte eine eigenständige Spirituose geworden.
Grappa ist ein Tresterbrand: gebrannt aus den Schalen, Kernen und Stielen, die beim Pressen der Trauben zurückbleiben.
Die Bezeichnung ist geschützt. Grappa darf ausschließlich in Italien, im italienischen Teil der Schweiz und in San Marino aus italienischem Trester entstehen. Der Mindestalkohol liegt bei 37,5 Prozent.
Entscheidend ist der Zustand des Tresters. Er muss frisch und feucht in die Brennerei kommen, sonst setzen Fehlgärungen ein.
Bei Rotwein ist der Trester bereits vergoren, weil er mit dem Most Kontakt hatte. Bei Weißwein wird er separat vergoren – deshalb schmeckt Weißweingrappa oft blumiger und frischer.
Weil Trester fest ist, wird nicht direkt erhitzt, sondern mit Wasserdampf gearbeitet. Zwei Verfahren stehen sich gegenüber.
Die diskontinuierliche Brennerei arbeitet chargenweise im Bagno Maria oder mit direktem Dampf; sie gilt als schonend und aromatreu. Die kontinuierliche Kolonne ist wirtschaftlicher und liefert gleichmäßigere, neutralere Ergebnisse.
Steht eine Rebsorte auf dem Etikett, müssen mindestens 85 Prozent des Tresters von ihr stammen. Solche Abfüllungen heißen Monovitigno.
Moscato bringt Blüten und Muskat, Nebbiolo Kraft und Teer, Pinot Nero Beeren, Gewürztraminer Rose und Litschi. Verschnitte wirken runder, zeigen aber weniger Herkunft.
Gereifte Grappa bewegt sich geschmacklich in Richtung Weinbrand, ohne die Tresterwürze zu verlieren.
Neben der allgemeinen Bezeichnung gibt es regionale Angaben, die zusätzliche Auflagen mit sich bringen.
Grappa aus dem Piemont, aus Friaul, dem Veneto, der Lombardei, aus Südtirol, dem Trentino und Sizilien trägt eine eigene geografische Angabe – Trester, Destillation und Abfüllung müssen dort stattfinden.
Nicht jedes italienische Traubendestillat ist Grappa. Wird der ganze Traubenmost gebrannt, entsteht Acquavite d’Uva, ein Traubenbrand.
Er ist weicher und fruchtiger, weil die Bitterstoffe aus Schale und Kernen fehlen. Grappa dagegen behält die kernige, leicht herbe Note, die für sie typisch ist.
Vermutlich brannten Mönche und Bauern bereits im Mittelalter Trester, um nichts verkommen zu lassen. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem 15. Jahrhundert aus Friaul.
Lange galt Grappa als raues Bauerngetränk. Erst ab den 1970er-Jahren begannen einzelne Brennereien mit sortenreinen Abfüllungen und schlanken Designerflaschen – daraus wurde eine eigene Kategorie mit Anspruch.
Angaben zur Rebsorte, zur Brennweise und zur Region sind die aussagekräftigsten Hinweise. Distillazione discontinua verweist auf chargenweise Herstellung.
Zucker darf bis zu einem gewissen Grad zugesetzt werden und rundet die Schärfe ab. Wer den Trester unverstellt schmecken will, greift zu Abfüllungen, die darauf ausdrücklich verzichten.
Junge Grappa gehört leicht gekühlt ins Glas, bei neun bis dreizehn Grad, in ein schlankes Tulpenglas. Zu kalt betäubt die Aromen, zu warm drängt der Alkohol nach vorn.
Gereifte Abfüllungen kommen dagegen bei 15 bis 18 Grad besser zur Geltung. Der bauchige, langhalsige Grappaglaskelch früherer Jahrzehnte gilt heute als überholt.
In Italien gehört Grappa zum Alltag: Der Caffè corretto ist ein Espresso mit einem Schuss Grappa, der Ammazzacaffè das Gläschen danach.
Beide Bräuche stammen aus der Vorstellung, der Brand helfe nach schwerem Essen. Ob das stimmt, sei dahingestellt – als Abschluss einer Mahlzeit hat sich Grappa jedenfalls fest etabliert.
Eine junge, sortenreine Grappa passt zu Hartkäse, gereiftem Parmesan und Trockenobst. Die Frische schneidet durch das Fett.
Gereifte Abfüllungen mit Vanille und Würze vertragen sich mit dunkler Schokolade, Nüssen und Gebäck. Klassisch ist auch die kalte Grappa zu einem warmen Strudel.
In unserem Grappa-Sortiment findest du eine erlesene Auswahl an Grappa von renommierten italienischen Destillerien, darunter EVO und Negroni – um nur einige zu nennen. Viel Freude beim Entdecken und Genießen!
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Grappa entsteht nicht aus Wein, sondern aus dem, was nach dem Keltern übrig bleibt. Aus einem Nebenprodukt der Weinbereitung ist über Jahrhunderte eine eigenständige Spirituose geworden.
Grappa ist ein Tresterbrand: gebrannt aus den Schalen, Kernen und Stielen, die beim Pressen der Trauben zurückbleiben.
Die Bezeichnung ist geschützt. Grappa darf ausschließlich in Italien, im italienischen Teil der Schweiz und in San Marino aus italienischem Trester entstehen. Der Mindestalkohol liegt bei 37,5 Prozent.
Entscheidend ist der Zustand des Tresters. Er muss frisch und feucht in die Brennerei kommen, sonst setzen Fehlgärungen ein.
Bei Rotwein ist der Trester bereits vergoren, weil er mit dem Most Kontakt hatte. Bei Weißwein wird er separat vergoren – deshalb schmeckt Weißweingrappa oft blumiger und frischer.
Weil Trester fest ist, wird nicht direkt erhitzt, sondern mit Wasserdampf gearbeitet. Zwei Verfahren stehen sich gegenüber.
Die diskontinuierliche Brennerei arbeitet chargenweise im Bagno Maria oder mit direktem Dampf; sie gilt als schonend und aromatreu. Die kontinuierliche Kolonne ist wirtschaftlicher und liefert gleichmäßigere, neutralere Ergebnisse.
Steht eine Rebsorte auf dem Etikett, müssen mindestens 85 Prozent des Tresters von ihr stammen. Solche Abfüllungen heißen Monovitigno.
Moscato bringt Blüten und Muskat, Nebbiolo Kraft und Teer, Pinot Nero Beeren, Gewürztraminer Rose und Litschi. Verschnitte wirken runder, zeigen aber weniger Herkunft.
Gereifte Grappa bewegt sich geschmacklich in Richtung Weinbrand, ohne die Tresterwürze zu verlieren.
Neben der allgemeinen Bezeichnung gibt es regionale Angaben, die zusätzliche Auflagen mit sich bringen.
Grappa aus dem Piemont, aus Friaul, dem Veneto, der Lombardei, aus Südtirol, dem Trentino und Sizilien trägt eine eigene geografische Angabe – Trester, Destillation und Abfüllung müssen dort stattfinden.
Nicht jedes italienische Traubendestillat ist Grappa. Wird der ganze Traubenmost gebrannt, entsteht Acquavite d’Uva, ein Traubenbrand.
Er ist weicher und fruchtiger, weil die Bitterstoffe aus Schale und Kernen fehlen. Grappa dagegen behält die kernige, leicht herbe Note, die für sie typisch ist.
Vermutlich brannten Mönche und Bauern bereits im Mittelalter Trester, um nichts verkommen zu lassen. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem 15. Jahrhundert aus Friaul.
Lange galt Grappa als raues Bauerngetränk. Erst ab den 1970er-Jahren begannen einzelne Brennereien mit sortenreinen Abfüllungen und schlanken Designerflaschen – daraus wurde eine eigene Kategorie mit Anspruch.
Angaben zur Rebsorte, zur Brennweise und zur Region sind die aussagekräftigsten Hinweise. Distillazione discontinua verweist auf chargenweise Herstellung.
Zucker darf bis zu einem gewissen Grad zugesetzt werden und rundet die Schärfe ab. Wer den Trester unverstellt schmecken will, greift zu Abfüllungen, die darauf ausdrücklich verzichten.
Junge Grappa gehört leicht gekühlt ins Glas, bei neun bis dreizehn Grad, in ein schlankes Tulpenglas. Zu kalt betäubt die Aromen, zu warm drängt der Alkohol nach vorn.
Gereifte Abfüllungen kommen dagegen bei 15 bis 18 Grad besser zur Geltung. Der bauchige, langhalsige Grappaglaskelch früherer Jahrzehnte gilt heute als überholt.
In Italien gehört Grappa zum Alltag: Der Caffè corretto ist ein Espresso mit einem Schuss Grappa, der Ammazzacaffè das Gläschen danach.
Beide Bräuche stammen aus der Vorstellung, der Brand helfe nach schwerem Essen. Ob das stimmt, sei dahingestellt – als Abschluss einer Mahlzeit hat sich Grappa jedenfalls fest etabliert.
Eine junge, sortenreine Grappa passt zu Hartkäse, gereiftem Parmesan und Trockenobst. Die Frische schneidet durch das Fett.
Gereifte Abfüllungen mit Vanille und Würze vertragen sich mit dunkler Schokolade, Nüssen und Gebäck. Klassisch ist auch die kalte Grappa zu einem warmen Strudel.
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