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Wein ist vergorener Traubensaft – und zugleich das Erzeugnis mit den meisten Stellschrauben überhaupt. Rebsorte, Boden, Klima, Ausbau und Jahrgang wirken bei jeder Flasche zusammen.
Hefe wandelt den Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure um. Bleibt Restzucker übrig, wird der Wein lieblich; vergärt alles, wird er trocken.
Bei Weißwein wird der Most sofort von den Schalen getrennt, bei Rotwein vergärt er mit ihnen – Farbe und Tannin sitzen in der Schale, nicht im Saft. Roséwein entsteht durch kurzen Schalenkontakt.
Nach der Gärung reift der Wein im Edelstahltank, im großen Holzfass oder im kleinen Barrique.
Stahl erhält Frucht und Frische, großes Holz wirkt neutral und lässt den Wein atmen, das Barrique gibt Vanille, Röstaromen und Tannin ab. Der biologische Säureabbau verwandelt harte Apfelsäure in weiche Milchsäure – daher die cremige Note mancher Weißweine.
Riesling steht für Säure, Zitrus und Steinigkeit und reift jahrzehntelang. Grüner Veltliner bringt Pfeffer und grüne Frucht.
Chardonnay ist wandlungsfähig – ohne Holz schlank, mit Holz cremig. Sauvignon Blanc liefert Stachelbeere und Kräuter, Weißburgunder und Grauburgunder stehen für milde Säure und Nuss.
Cabernet Sauvignon ist tanninreich und langlebig, Merlot weicher und runder. Pinot Noir gilt als die anspruchsvollste Sorte überhaupt: hell, duftig, seidig.
Syrah bringt Pfeffer und dunkle Frucht, Sangiovese Kirsche und Säure, Tempranillo Leder und Vanille, Zweigelt und Blaufränkisch saftige Frucht mit klarer Struktur.
Terroir fasst zusammen, was ein Ort dem Wein mitgibt: Bodenart, Neigung, Ausrichtung, Wasserhaushalt und Kleinklima.
Der Jahrgang beschreibt, was das Wetter daraus gemacht hat. Ein kühles Jahr ergibt schlanke, säurebetonte Weine, ein heißes dichte und alkoholreiche. In warmen Anbaugebieten fallen die Unterschiede zwischen den Jahren geringer aus.
Schaumwein entsteht durch eine zweite Gärung. Beim Méthode traditionnelle findet sie in der Flasche statt: Zucker und Hefe werden zugesetzt, die Kohlensäure bleibt eingeschlossen.
Danach reift der Wein auf der Hefe – daraus entstehen Brioche-, Nuss- und Hefenoten. Die Hefe wird im Flaschenhals gesammelt, gefroren und ausgestoßen; das ist das Degorgieren.
Champagner stammt ausschließlich aus der gleichnamigen Region und reift mindestens fünfzehn Monate auf der Hefe, Jahrgangsware drei Jahre.
Crémant und Winzersekt arbeiten nach demselben Verfahren außerhalb der Champagne. Prosecco gärt dagegen im Drucktank – schneller, fruchtiger, ohne Hefenoten. Cava kommt aus Spanien und reift wieder in der Flasche.
Restsüße entsteht, wenn die Gärung gestoppt wird oder die Hefe im hohen Zucker von selbst aufgibt. Der Zucker muss aus der Traube kommen.
Spätlese und Auslese nutzen überreife Beeren, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese die Edelfäule Botrytis. Beim Eiswein werden gefrorene Trauben gepresst, sodass nur konzentrierter Saft austritt.
Schaumwein 6 bis 8 Grad, leichte Weißweine 8 bis 10, kräftige Weiße und Rosé 10 bis 12 Grad.
Leichte Rote wie Pinot Noir kommen bei 14 bis 16 Grad ins Glas, kräftige bei 16 bis 18. „Zimmertemperatur“ stammt aus einer Zeit unbeheizter Räume – bei 22 Grad wirkt jeder Rotwein alkoholisch und breit.
Dekantieren trennt einen alten Wein vom Bodensatz – vorsichtig, gegen eine Lichtquelle, ohne Schwung.
Karaffieren belüftet einen jungen, verschlossenen Wein und macht ihn zugänglicher. Alte Weine vertragen wenig Luft und können binnen einer halben Stunde kippen; junge und tanninreiche profitieren.
Flaschen mit Naturkork liegen, damit der Korken feucht bleibt. Ideal sind 10 bis 14 Grad, gleichmäßig, dunkel und ohne Erschütterung.
Die meisten Weine sind für den baldigen Genuss gemacht. Lagerfähig sind vor allem tanninreiche Rote, säurebetonte Weiße und Süßweine – Frucht und Frische weichen dann Noten von Leder, Nuss und Trockenobst.
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Wein ist vergorener Traubensaft – und zugleich das Erzeugnis mit den meisten Stellschrauben überhaupt. Rebsorte, Boden, Klima, Ausbau und Jahrgang wirken bei jeder Flasche zusammen.
Hefe wandelt den Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure um. Bleibt Restzucker übrig, wird der Wein lieblich; vergärt alles, wird er trocken.
Bei Weißwein wird der Most sofort von den Schalen getrennt, bei Rotwein vergärt er mit ihnen – Farbe und Tannin sitzen in der Schale, nicht im Saft. Roséwein entsteht durch kurzen Schalenkontakt.
Nach der Gärung reift der Wein im Edelstahltank, im großen Holzfass oder im kleinen Barrique.
Stahl erhält Frucht und Frische, großes Holz wirkt neutral und lässt den Wein atmen, das Barrique gibt Vanille, Röstaromen und Tannin ab. Der biologische Säureabbau verwandelt harte Apfelsäure in weiche Milchsäure – daher die cremige Note mancher Weißweine.
Riesling steht für Säure, Zitrus und Steinigkeit und reift jahrzehntelang. Grüner Veltliner bringt Pfeffer und grüne Frucht.
Chardonnay ist wandlungsfähig – ohne Holz schlank, mit Holz cremig. Sauvignon Blanc liefert Stachelbeere und Kräuter, Weißburgunder und Grauburgunder stehen für milde Säure und Nuss.
Cabernet Sauvignon ist tanninreich und langlebig, Merlot weicher und runder. Pinot Noir gilt als die anspruchsvollste Sorte überhaupt: hell, duftig, seidig.
Syrah bringt Pfeffer und dunkle Frucht, Sangiovese Kirsche und Säure, Tempranillo Leder und Vanille, Zweigelt und Blaufränkisch saftige Frucht mit klarer Struktur.
Terroir fasst zusammen, was ein Ort dem Wein mitgibt: Bodenart, Neigung, Ausrichtung, Wasserhaushalt und Kleinklima.
Der Jahrgang beschreibt, was das Wetter daraus gemacht hat. Ein kühles Jahr ergibt schlanke, säurebetonte Weine, ein heißes dichte und alkoholreiche. In warmen Anbaugebieten fallen die Unterschiede zwischen den Jahren geringer aus.
Schaumwein entsteht durch eine zweite Gärung. Beim Méthode traditionnelle findet sie in der Flasche statt: Zucker und Hefe werden zugesetzt, die Kohlensäure bleibt eingeschlossen.
Danach reift der Wein auf der Hefe – daraus entstehen Brioche-, Nuss- und Hefenoten. Die Hefe wird im Flaschenhals gesammelt, gefroren und ausgestoßen; das ist das Degorgieren.
Champagner stammt ausschließlich aus der gleichnamigen Region und reift mindestens fünfzehn Monate auf der Hefe, Jahrgangsware drei Jahre.
Crémant und Winzersekt arbeiten nach demselben Verfahren außerhalb der Champagne. Prosecco gärt dagegen im Drucktank – schneller, fruchtiger, ohne Hefenoten. Cava kommt aus Spanien und reift wieder in der Flasche.
Restsüße entsteht, wenn die Gärung gestoppt wird oder die Hefe im hohen Zucker von selbst aufgibt. Der Zucker muss aus der Traube kommen.
Spätlese und Auslese nutzen überreife Beeren, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese die Edelfäule Botrytis. Beim Eiswein werden gefrorene Trauben gepresst, sodass nur konzentrierter Saft austritt.
Schaumwein 6 bis 8 Grad, leichte Weißweine 8 bis 10, kräftige Weiße und Rosé 10 bis 12 Grad.
Leichte Rote wie Pinot Noir kommen bei 14 bis 16 Grad ins Glas, kräftige bei 16 bis 18. „Zimmertemperatur“ stammt aus einer Zeit unbeheizter Räume – bei 22 Grad wirkt jeder Rotwein alkoholisch und breit.
Dekantieren trennt einen alten Wein vom Bodensatz – vorsichtig, gegen eine Lichtquelle, ohne Schwung.
Karaffieren belüftet einen jungen, verschlossenen Wein und macht ihn zugänglicher. Alte Weine vertragen wenig Luft und können binnen einer halben Stunde kippen; junge und tanninreiche profitieren.
Flaschen mit Naturkork liegen, damit der Korken feucht bleibt. Ideal sind 10 bis 14 Grad, gleichmäßig, dunkel und ohne Erschütterung.
Die meisten Weine sind für den baldigen Genuss gemacht. Lagerfähig sind vor allem tanninreiche Rote, säurebetonte Weiße und Süßweine – Frucht und Frische weichen dann Noten von Leder, Nuss und Trockenobst.
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